Testosteron – Missverständnisse bei Frauen Leave a comment
Mich wundert immer, dass da manche Frauen so aufschreien, wenn ein Mann über die Wichtigkeit des Testosteron schreibt – als wenn er dann automatisch ein Macho sein müsste. Ich rechne mich jedenfalls nicht dazu. Man vergisst allzu leicht die Auswirkung auf seine psychische Befindlichkeit. Ein Testosteronmangel wirkt sich unter anderem auch auf Konzentration und Gedächtnis, auf seine Stimmung, die Neigung zu Depressionen, bis hin zu körperlichen Beschwerden und Schwächen aus, kurz gesagt auf sein Wohlbefinden. Es ist für eine Frau wohl sicher auch nicht schön, wenn sie einen missmutigen, schlecht gelaunten und humorlosen Mann vor sich hat, der das Interesse an Frauen verliert und sie mit einem anderen “sexuellen Blick” anschaut. Bei dem Sex zum Frust, statt zur Lust wird.
Nebenbei gesagt, ist Testosteron auch bei der weiblichen Lust beteiligt.
Ich mag diese Machos, vor allem italienischer und spanischer Art auch nicht, die glauben sie wirken auf die Frauenwelt unwiderstehlich und sie könnten mit ihrem Potenzgeprotze jede Frau haben und flachlegen.
Wie man ja weiß kommt es mit der Abnahme des Testosterons auch zu einer Verringerung der sexuellen Lust. Testosteron ist ja für die Erektion, die Potenz UND die Libido verantwortlich.
Und man höre mir bitte mit dem Blödsinn auf, dass ein Mann ja auch noch Mund und Hände hätte. Sozusagen könne er sich ja als männliche Lesbe betätigen. Das ist so wie mit dem Fuchs, der sagt die Trauben schmecken ihm nicht – weil er sie nicht erreichen kann. Und eine nackte Frau NUR anzuschauen, ist wohl auch nicht das Allergeilste und das Ziel männlicher Wünsche.
Bei einem Mann steht und fällt die Lust mit seiner Erektionsfähigkeit. Er will ja schließlich auch etwas davon haben, sonst kann er es ja gleich lassen, auch wenn manche Frauen so tun, als ob der Mann nur ein Instrument für die Frau sein müsste und nur ihre Wünsche erfüllen müsste, ohne auf sich selbst zu denken (hinausziehen bis zum St. Nimmerleinstag…).
Es wird manchmal von Frauenseite gesagt, dass männliche Potenz nicht so wichtig wäre und dass geistiges Niveau, gute Umgangsformen und ein gepflegtes Äußeres viel wichtiger wären. Es ist ja nicht so, dass mit einem normalen Testosteronwert diese Eigenschaften beim Mann schwinden und dass er dann ungepflegt durch die Gegend rennt. Bei einem Testoteronmangel wird ein Mann ja schließlich nicht zur Intelligenzbestie.
Einstein mag geistig ganz sicher ein Idol sein. Aber welche Frau möchte schon mit einem Einstein ins Bett gehen? Schlimm wäre die Kombination: potent wie Einstein und geistiges Niveau wie Schwarzenegger (oder ein anderer Bodybuilder).
Wollen Frauen die totale Selbstverleugnung des Mannes? Wollen sie einen Nicht-Mann… einen Softie mit Ponyfrisur und Jesussandalen? Also kurz gesagt: Mann schafft sich ab?
Ich habe volles Verständnis, wenn sich das andere Geschlecht des homo sapiens, sich eben um ihre Belange als Frau kümmert.
Wenn auch bei Beziehungen immer jedem das andere Geschlecht “am Herzen liegen” sollte. Probleme bestehen da auch meist zu 50 Prozent, vor allem bei sexuellen.
Man sieht nachfolgend wie vielfältig die physischen und psychischen Auswirkungen, außer den sexuellen, beim alternden Mann mit geringen Testosteronwerten, sind.
Hier ein Fachmann:
Testosteron ist das wichtigste Androgen
Eine der wesentlichsten Ursachen für die Andropause des Mannes ist der langsame Rückgang der Testosteronproduktion. Das Testosteron- Mangel- Syndrom fasst alle Beschwerden zusammen, die durch einen Mangel an Testosteron entstehen können. Es wird in der Fachsprache auch oft PADAM abgekürzt. Das ist der englische Fachbegriff: partial androgen deficiency in the aging male (partielles Androgendefizit beim alternden Mann). Testosteron ist das wichtigste Androgen (männliche Sexualhormone) des Mannes.
[...]
Sowohl die Stärke, als auch die Art der Beschwerden können individuell sehr unterschiedlich sein
So vielfältig die Aufgaben sind, so vielfältig können auch die Symptome und Beschwerden sein, die durch einen Mangel an Androgenen und speziell an Testosteron entstehen bzw. unterstützt werden. Dazu gehören:
Verminderung der Spermienproduktion
Abnahme des Hodenvolumens
Nachlassen der Libido
Potenzstörungen
nachlassende Muskelkraft und Griffstärke
Abnahme der Knochendichte (vgl. Osteoporose)
verminderter Bartwuchs
abnehmende Leistungsfähigkeit
trockene und spröde Haut
Anstieg des Körpergewichts mit Zunahme des Körperfettanteils
verminderte Sauerstoffversorgung des Organismus durch Abnahme der roten Blutkörperchen
chronische Müdigkeit
Hitzewallungen und Schweißausbrüche
Schlafstörungen
Antriebsstörungen
depressive Verstimmung
Konzentrationsschwäche
vermindertes Selbstwertgefühl
erhöhte Reizbarkeit
http://www.medizinfo.de/endokrinologie/andropause/testosteronmangelsyndrom.shtml
Noch ein anderer Link, für mich *g* (als pro memoria)
http://drralf.wordpress.com/2010/06/27/diese-15-symptome-weisen-auf-einen-testosteronmangel-hin/
Wie man hier ersehen kann, gibt es durchaus nicht NUR eine sexuelle Konstellation dieses wichtigen Hormons.
Gruß Hubert