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Politik, Tierrechte, (Staats)-Moral

25 Jul

So widerlich reagiert die AfD auf die Bluttat von München

Veröffentlicht von hubwen  - Kategorien:  #Politik, #Amoklauf, #Muenchen, #AfD

Es ist geschmacklos wie die AfD auf den Amoklauf von München reagiert und damit Wahlkampf machen will. Wohlgemerkt – der 18-jährige Deutsch-Iraner ist in München geboren, also KEIN Flüchtling und hatte mit dem IS nichts zu tun. Es war ein Amoklauf und er hatte psychische Probleme. Aber für die AfD ging das gut um mit der Bluttat von München eine Instrumentalisierung zu betreiben. Schon wenige Stunden nach der Tat, war für sie alles klar, ohne die laufenden Ermittlungen der vorbildlichen Polizei von München abzuwarten. Islamterror hätte zum Beispiel für André Poggenburg von der AfD wunderbar gepasst. Poggenburg weiß offenbar mehr als wir. Was er wohl meint: Der Amoklauf in München sei „Islamterror“. Sein Mitgefühl ist Heuchelei.
Ob die Bluttat vom 22.07.2016 etwas mit Breivik aus Norwegen zu tun haben könnte, muss erst noch geklärt werden – sofern sich das überhaupt noch eruieren lässt. Gestern war das fünfte Jahrestag dieser Wahnsinnstat.

 

Anders Behring Breivik (* 13. Februar 1979 in Oslo, Norwegen) ist ein rechtsextremistischer, islamfeindlicher norwegischer Terrorist und Massenmörder. Er beging die Anschläge vom 22. Juli 2011 in Oslo und auf der Insel Utøya, bei denen 77 Menschen ums Leben kamen, überwiegend Teilnehmer am Zeltlager der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF.
https://de.wikipedia.org/wiki/Anders_Behring_Breivik

 

Hier ein Artikel von Huffington Post

  • Nach der Bluttat von München nutzen AfD-Politiker den Anschlag bereits jetzt für politische Zwecke
  • Mehrere AfD-Politiker gaben bei Twitter Zuwanderern und der Bundeskanzlerin die Schuld an dem Anschlag
  • Dabei ist derzweit weder Anzahl noch Hintergrund und Motivation der Täter bekannt
  • Eine Zusammenfassung und weitere Tweets seht ihr im Video (auf Huffington Post)
Noch bevor es irgendwelche Informationen über die Hintergründe der Schießerei in München gab, nutzten AfD-Politiker und andere rechte Kräfte den vermeintlichen Terrorakt schon für ihre politischen Zwecke.
Es ist, als hätten viele Rechte und Rechtsradikale in diesem Land nur darauf gewartet, dass etwas passiert. Und vielleicht fällt es diesen Menschen deshalb so schwer, ihre Finger still zu halten. Zumindest, bis belastbare Informationen über das Motiv des Täters verfügbar sind.
Christian Lüth, Pressesprecher der Bundes-AfD, twitterte umgehend nach den ersten Berichten über eine Schießerei am Olympia-Einkaufszentrum: „#AfD wählen! Schüsse am Olympia Einkaufszentrum: Tote in München – Polizei spricht von akuter Terrorlage“.

Volker Beck: „Widerwärtig“

Den Tweet hat Lüth bereits wieder gelöscht. Grünen-Politiker Volker Beck verurteilte den Beitrag als „widerwärtig“. „Wenn es Einsicht sein sollte, wäre Entschuldigung fällig“, schrieb Beck weiter.
Auch die AfD Sachsen reagierte schnell auf die Schock-Meldung aus München. Der Landesverband forderte Kanzlerin Angela Merkel via Twitter auf, die Grenzen dichtzumachen – noch bevor irgendetwas über die Herkunft des Schützen bekannt ist.

AfD schiebt Merkel die Schuld zu

Lüth retweetete zudem weitere Twitter-Meldungen, in der Nutzer Angela Merkel die Schuld an der Bluttat geben.
Der AfD-Vorsitzende von Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, meldete sich ebenfalls auf Twitter zu Wort.
Offenbar in ironischer Anspielung auf die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung „bedankte“ sich Poggenburg für den „Terror in Deutschland und Europa“.
In den frühen Morgenstunden hetzte Poggenburg weiter. Er gab, Zitat, „Linksidioten“ und „Merklern“ die Mitschuld an den Ereignissen.

 

Beatrix von Storch zeigte Erleichterung

Beatrix von Storch übte sich derweil in Anspielungen: Sie zeigte sich erleichtert, dass es den „Bundesgrenzschutz“ noch gebe. Was faktisch falsch ist. Aber es ging der AfD-Politikerin wohl eher um den Begriff.
Der saarländische AfD-Politiker Mirko Welsch war da direkter: „Multikulti ist gescheitert! Ja zur Leitkultur!“, twitterte er kurz nach Mitternacht.

„Das deutsche Volk muss für die Fehler der Regierung Merkel bluten!“

AfD-Chefin Frauke Petry versuchte ebenfalls umgehend, mit den Schüssen von München Wahlkampf zu machen. Hashtag: #afdwählen
Offenbar hat auch Maximilian Krah, Beisitzer im Dresdner CDU-Vorstand, via Twitter versucht, politisches Kapital aus den Anschlägen zu ziehen. „Willkommenskultur ist tödlich!“, twitterte der sächsische Christdemokrat.

 

.@Volker_Beck Der nachfolgende Tweet stammt übrigens aus dem Vorstand der @cdudresden. pic.twitter.com/bPZR53iVyy

Bild auf Twitter anzeigen

 

Siehe auch:
Ein Ausschnitt:

 

dawlsr8ms7nvhq98s

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Hier weiterlesen:

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Der Pressesprecher der Polizei hat das wirklich hervorragend gemacht. Er war sachlich, souverän, sehr kompetent und geduldig.

So feiert das Netz den Pressesprecher der Münchner Polizei

Bei all den Unklarheiten, der Unübersichtlichkeit, der Hektik und der Panik nach dem Amoklauf von München gab es am Freitagabend offenbar nur einen, der wirklich die Ruhe bewahrte: Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins. Souverän klärte er Medien und Bundesbürger immer wieder über neue Entwicklungen auf und strahlte dabei eine solche Zugänglichkeit aus, dass er nun sogar seine eigene Fanseite bei Facebook besitzt. Über 27.000 Personen versahen die Fanpage innerhalb kurzer Zeit mit Likes.

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Gruß Hubert

 

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