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Politik, Tierrechte, (Staats)-Moral

15 Jun

5-Tage-Analyse der Propaganda in ARD und ZDF

Veröffentlicht von hubwen  - Kategorien:  #ARD, #Kriegsverbrechen, #Poroschenko schickt Phosphorbomben, #Propaganda, #Slawjansk, #westliche Medien

Die Berichterstattung der westlichen Medien gerät immer mehr zum Propagandainstrument. Die westliche Presse und die Sendeanstalten senden nichts davon, dass Slawjansk auf Befehl von Poroschenko mit Phosphorbomben angegriffen wird.

 

Der Bürger soll nur meinen, dass er was meint. Aber er soll nicht merken, dass er nur das meint, was andere meinen, das er meinen soll.

Erwin Pelzig

 

Bereits im Januar hatte sich die Propagandaschau in einer 5-Tages-Analyse intensiv mit der Berichterstattung in ARD und ZDF über die Unruhen in der Ukraine auseinandergesetzt. Anlässlich des nunmehr vollzogenen Sturzes der gewählten Regierung, beleuchten wir die Hauptnachrichten- und die Sondersendungen der deutschen Staatsmedien in den entscheidenden Tagen vom 17.2. bis zum 22.2.2014.

(Anmerkung: inzwischen ist ja alles viel schlimmer geworden. Poroschenko ließ Slawjansk mit Phosphorbomben angreifen. Siehe bei alles-schallundrauch: Slawjansk mit Phosphorbomben angegriffen

http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2014/06/slawjansk-mit-phosphorbomben-angegriffen.html )

Diese Tage sind durch zunehmende Gewalt, Schusswaffeneinsatz und mehrere Tote gekennzeichnet. Es dürfte den meisten Beobachtern klar sein, welche Seite des Konfliktes, nach Wochen relativ erfolgloser Proteste und mehrerer vergeblicher Aufrufe zu Generalstreiks, ein Interesse hatte, den Konflikt zu eskalieren und eine Entscheidung herbeizuführen.

Von Beginn an waren zumindest zwei klare Fronten ersichtlich: Auf der einen Seite eine Opposition, die den Staatspräsidenten stürzen wollte – und darin von der EU und den USA unverhohlen unterstützt wurde. Auf der anderen Seite der gewählte Präsident, seine Regierung und Russland.

Jedem politisch interessierten Zuschauer dürfte die einseitige Parteinahme deutscher Medien aufgefallen sein. Aus propagandistischer Sicht waren insbesondere die Verharmlosung, Akzeptanz oder gar Rechtfertigung der von den Oppositionellen ausgeübten Gewalt und die bewusst verzerrte Darstellung der politischen Akteure bemerkenswert. Diese gezielte Manipulation gipfelte in einem Aufruf der den GRÜNEN nahestehenden Böll-Stiftung, die ganz schamlos dazu aufforderte, die maßgebliche Beteiligung rechtsextremistischer und offen nazistischer Kreise herunterzuspielen oder besser ganz totzuschweigen.

Die Berichterstattung von ARD und ZDF zeichnete sich durch den kompletten Werkzeugkasten der Propaganda aus: einseitige Parteinahme, Doppelmoral, Verzerrungen, Verharmlosung, Verschweigen, Unterstellungen, Mutmaßungen.

Vitali Klitschko wurde – entgegen seiner tatsächlichen Bedeutung – zu einer Galionsfigur stilisiert und war mit Interviews und Statements mehr als übermäßig vertreten. Gegenüber offiziellen Gesprächspartnern der deutschen Regierung oder von der EU, gerierten sich die ARD- und ZDF-Journalisten als Stichwortgeber und Hofberichterstatter.

Offizielle Vertreter der “anderen” Seite wurden erst gar nicht befragt. Die Spitze der Frechheit waren Berichte, in denen sich die deutschen Propagandisten über die angebliche Propaganda in Russland äusserten.

Die Propagandaschau hat sämtliche Hauptnachrichtensendungen von ARD und ZDF (heute, tagesschau, heute-journal und tagesthemen), sowie die Sondersendungen von ARD und ZDF (Brennpunkt,zdf-spezial) in der Woche vom 17.2. bis zum 22.2. analysiert und die Interviews und Statements der Anhänger beider Konfliktparteien zusammen geschnitten, um die Einseitigkeit der Berichte zu dokumentieren.

Diese Interviews und Statements sind für die Propagandamacher deshalb besonders wichtig, weil sie zur Untermauerung der eigenen Position dienen. Man muss sich nur vorstellen, welchen Eindruck ein schlecht informierter Beobachter (und das sind die meisten Zuschauer) bekäme, wenn die Staatsmedien ausschliesslich über Rechtsextremisten und Nazis in Kiew berichten würde. Man könnte die gleichen Ereignisse – wenn man Rechtsextremisten politisch nahesteht – als einen heroischen Sieg darstellen, den die “Kameraden” errungen haben. Man könnte die Ereignisse aber auch als mörderischen Umsturz einer kleinen Nazibande vermitteln. Wer sich nur in deutschen Staatsmedien informiert, ist der Entscheidung der Propaganda, welches Narrativ sie wählt, vollkommen ausgeliefert. Genau deshalb sind die Öffentlich-Rechtlichen zu Objektivität und Ausgewogenheit verpflichtet. Verstoßen sie gegen diese Vorgaben des Rundfunkstaatsvertrags, sind die Zwangsgebühren nicht zu rechtfertigen.

 

http://propagandaschau.wordpress.com/2014/02/25/revolte-in-kiew-5-tage-analyse-der-propaganda-in-ard-und-zdf/

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Verbrechen des «Feindes» werden akribisch beleuchtet, während eigene Untaten in das milde Licht der Nachsicht getaucht werden.
Noam Chomsky

 

Gruß Hubert

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