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Politik, Tierrechte, (Staats)-Moral

11 Mar

Der Preis wird gezahlt werden müssen

Veröffentlicht von hubwen  - Kategorien:  #alles der Ökonomie untergeordnet, #der Preis wird gezahlt werden müssen, #toter Vogel

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Gestern sah ich als ich heim kam eine tote Amsel am Straßenrand tot liegen. Ich hob sie auf und begrub sie in meinem Garten. Mindestens ein Tier, das danach nicht unwürdig platt gefahren wird wie hunderte andere.

Aber wen interessiert schon ein toter Vogel?

 

Es ist ja schon traurig genug, dass man auf den Straßen Dutzende und hunderte von Tieren liegen sieht, wo man nur mehr das platt gedrückte Fell, Federn oder was auch immer sieht (Igel, Katzen, Frösche, Nagetiere, Vögel, Eichhörnchen usw.).

 

 

Dies ist für mich symbolisch für die heutige Zeit, dass alles überfahren wird, was sich dieser angeblichen "Zivilisation" in die Quere stellt und was nicht diesem fast ausschließlichem Wirtschaftsdenken anpasst.

Der Ökonomie wird ja auch noch das Menschsein untergeordnet.

Humane und soziale Anliegen und Bedürfnisse sind bei diesem brutalen turbokapitalistischen Neoliberalismus nur Luxus, über die man lächelnd hinweg sieht. Dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklafft interessiert die Konzerne und Wirtschaftskapitäne nicht, Hauptsache ihre Ausbeute stimmt. Glauben diese Herren, dass dieses menschenverachtende System sich immer so weiter drehen kann?

Ich glaube es wird irgendwann an einem Endpunkt angelangt sein, wo auch die große Masse den Konsens verweigern wird und gegen diese ist ein System nicht aufrecht zu erhalten. Aber zurück zum Los der Tiere unter der Herrschaft der Menschen, die von manchen (und genauer von einer bekannten Institution) sogar anmaßend als Krone der Schöpfung bezeichnet wird.

 

Erst kürzlich meldete ein österreichischer TV-Sender, dass in Österreich (in diesem kleinen Land!) jährlich ca. 100.000 Wildtiere auf Straßen überfahren werden. Die zynische Ansage eines Grünrocks: das passiert deshalb, weil es so viel Wildtiere gibt. Für die ist es natürlich nur wichtig, dass es noch genug gibt, dass sie Wild zu ihrem Vergnügen (welche Perversität…) killen können. Auch der unersättliche Fleischhunger vieler Menschen bedeutet ja für viele Tiere den reinsten Horror (Massentierhaltung mit enorm verkürztem Leben, Tiertransporte bis zur Schlachtung…). Gar nicht zu reden von den grausamen Tierversuchen, wo in der ganzen Welt (oft dieselben Versuche!) gequält, gefoltert und zum Schluss immer getötet werden. Diese dienen nur der Profitgier und der rechtlichen Absicherung, vor allem der Pharmakonzerne. Sie dienen sicher nicht dazu, um menschliche Krankheiten bekämpfen zu können. Oder haben die millionenfachen Versuche an Mäusen und Ratten etwas gebracht? Haben sie geholfen den Krebs zum Verschwinden zu bringen. Wie sollten sie auch! Es ist einfach schlechte Wissenschaft, die nur aus oben genannten Gründen gemacht wird. Es verdienen ja ganze Wirtschaftszweige an diesem perversen und inhumanen Tun.

 

Die allermeisten Menschen berührt das in ihrer Gier, ihrem Egoismus und oft in ihrer Dummheit (oft nicht mangelnde Intelligenz, sondern Faulheit und Oberflächlichkeit im Denken) nicht. Die sind zufrieden, wenn ihre elementarsten Bedürfnisse gestillt werden (die ich hier nicht aufzuzählen brauche).

 

 

Für all dies wird eines Tages der Preis zu zahlen sein. Die Natur vergisst nichts! Die ersten Anzeichen sieht man ja schon am Klimawandel. Es ist kaum anzunehmen, dass die Menschheit noch Vernunft annehmen wird, denn sie tut ja jetzt schon fast gar nichts dagegen. Profitgier und Macht ist ihr wichtiger. Sie überlegen sich nicht in ihrem kurzfristigen Denken, dass es eines Tages ihre Kindeskinder treffen wird, die keine Bedingungen für ein Leben mehr finden werden. Die Menschheit verdient dann aber dann nicht die geringste Spur von Mitleid. Es braucht kein göttliches Wesen, das die Apokalypse herbeiführt. Dazu ist der Mensch alleine im Stande.

 

Die Natur und mit ihnen die Tier- und Pflanzenwelt wird sich ohne Mensch wieder erholen. Und es ist zu hoffen, dass sich danach nicht wieder so ein missratenes Wesen wie der Mensch entwickelt. Es ist eine ungeheuerliche Anmaßung, diesen Menschen, wie es verschiedene Religionen und Sekten tun, als „Krone der Schöpfung“ zu bezeichnen. Denn es gibt nur eine gierige Bestie: nämlich der Mensch. Kein Tier würde es schaffen die Lebensbedingungen zu zerstören.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass irgendein Gott (was immer man sich darunter vorstellen mag) den Menschen so erschaffen hätte. Da ist einfach in der Evolution irgendetwas schief gelaufen.

 

Gruß Hubert

 

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