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Politik, Tierrechte, (Staats)-Moral

22 Apr

Kanonisches Recht - codex iuris canonici

Veröffentlicht von hubwen  - Kategorien:  #Kanonisches Recht, #CIC, #codex iuris canonici

Hier einige Artikel aus dem Kanonischen Recht (CIC codex iuris canonici). Darauf gestoßen bin ich durch die Exkommunikation von Karlheinz Deschner am 11.01.1952. Grund der Exkommunikatin: Zusammenleben mit einer geschiedenen Frau - also nicht seine kirchenkritischen Schriften.
http://hubwenzl.blog.de/2014/04/10/kirchenkritiker-karlheinz-deschner-tot-18206858/

Wenn ein Paar ohne kirchlichen Segen zusammenlebt, so sieht dies die katholische Kirche als Vergewaltigung der Frau an. Dieser Art. 2356 wurde nämlich bei der Exkommunikation von Karlheinz Deschner angewandt. Ihm ist die Exkommunikation sicher egal gewesen, dann brauchte er den Kirchenaustritt nicht mehr selber erledigen. Man kann nur den Kopf schütteln. Diese Artikel tragen zur Erheiterung von Nicht-Katholiken und zu Bekenntnislosen bei. Man fühlt sich mindestens drei Jahrhunderte zurückversetzt, wenn man sich diese christliche Sexualmoral ansieht. Schlimm sind die Diskriminierungen von Gruppen.

Can. 1398* — Wer eine Abtreibung vornimmt, zieht sich mit erfolgter Ausführung die Tatstrafe der Exkommunikation zu.
http://www.codex-iuris-canonici.de/buch6.htm

Art. 2356 Vergewaltigung

ist ein gewaltsamer Einbruch in die geschlechtliche Intimität eines Menschen. Sie ist ein Verstoß gegen die Gerechtigkeit und die Liebe. Vergewaltigung ist eine tiefe Verletzung des jedem Menschen zustehenden Rechtes auf Achtung, Freiheit, physische und seelische Unversehrtheit. Sie fügt schweren Schaden zu, die das Opfer lebenslang zeichnen.

Dieser Artikel wurde bei Karlheinz Deschner am 10.01.1952 angewandt, weil er mit einer geschiedenen Frau zusammenlebte. Ein partnerschaftliche Verbindung, die nicht den Segen der Kirche hat, wird von ihr also als Vergewaltigung der Frau gesehen.

Keuschheit und Homosexualität

Art. 2357
Homosexuell sind Beziehungen von Männern oder Frauen, die sich in geschlechtlicher Hinsicht ausschließlich oder vorwiegend zu Menschen gleichen Geschlechtes hingezogen fühlen. Homosexualität tritt in verschiedenen Zeiten und Kulturen in sehr wechselhaften Formen auf. Ihre psychische Entstehung ist noch weitgehend ungeklärt.
Gestützt auf die Heilige Schrift, die sie als schlimme Abirrung bezeichnet, hat die kirchliche Überlieferung stets erklärt, „daß die homosexuellen Handlungen in sich nicht in Ordnung sind“ (CDF, Erkl. „Persona humana“ 8). Sie verstoßen gegen das natürliche Gesetz, denn die Weitergabe des Lebens bleibt beim Geschlechtsakt ausgeschlossen. Sie entspringen nicht einer wahren affektiven und geschlechtlichen Ergänzungsbedürftigkeit. Sie
sind in keinem Fall zu billigen.

Art. 2358
Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen haben tiefsitzende homosexuelle Tendenzen. Diese Neigung, die objektiv ungeordnet ist, stellt für die meisten von ihnen eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitgefühl und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Verfaßtheit erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen.

Art. 2359
Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen. Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich – vielleicht auch mit Hilfe einer selbstlosen Freundschaft durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern.

III • Eheliche Liebe

2360 Die Geschlechtlichkeit ist auf die eheliche Liebe von Mann und Frau hingeordnet. In der Ehe wird die leibliche Intimität der Gatten zum Zeichen und Unterpfand der geistigen Gemeinschaft. Das Eheband zwischen Getauften wird durch das Sakrament geheiligt.

Art. 2361
„Infoge dessen ist die Sexualität, in welcher sich Mann und Frau durch die den Eheleuten eigenen und vorbehaltenen Akte einander schenken, keineswegs etwas rein Biologisches, sondern betrifft den innersten Kern der menschlichen Person als solcher. Auf wahrhaft menschliche Weise wird sie nur vollzogen, wenn sie in jene Liebe integriert ist, mit der Mann und Frau sich bis zum Tod vorbehaltlos einander verpflichten“ (FC 11).

„Als Tobias und Sara in der Kammer allein waren, erhob sich Tobias vom Lager und sagte: Steh auf, Schwester, wir wollen beten, damit der Herr Erbarmen mit uns hat. Und er begann zu beten: Sei gepriesen, Gott unserer Väter ... Du hast Adam erschaffen und hast ihm Eva zur Frau gegeben, damit sie ihm hilft und ihn ergänzt. Von ihnen stammen alle Menschen ab. Du sagtest: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein ist; wir wollen für ihn einen Menschen machen, der ihm hilft und zu ihm paßt. Darum, Herr, nehme ich diese meine Schwester nicht aus reiner Lust zur Frau, sondern aus wahrer Liebe.
Hab Erbarmen mit mir, und laß mich gemeinsam mit ihr ein hohes Alter erreichen! Und Sara sagte zusammen mit ihm: Amen. Und beide schliefen die Nacht über miteinander“ (Tob 8,4–9).

Eheliche Treue

art. 2364
„Die innige Gemeinschaft des Lebens und der Liebe in der Ehe, vom Schöpfer begründet und mit eigenen Gesetzen geschützt, wird durch den Ehebund, das heißt durch ein unwiderrufliches personales Einverständnis, gestiftet“ (GS 48,1). Die Ehegatten schenken sich einander endgültig und ganz. Sie sind nicht mehr zwei, sondern bilden fortan ein einziges Fleisch. Der von den Ehegatten in Freiheit geschlossene Bund verpflichtet sie, an seiner Einheit und Unauflöslichkeit festzuhalten.
„Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen“ (Mk 10,9)(2)

Eheliche Fruchtbarkeit

2366
Die Fruchtbarkeit ist eine Gabe, ein Zweck der Ehe, denn die eheliche Liebe neigt von Natur aus dazu, fruchtbar zu sein. Das Kind kommt nicht von außen zu der gegenseitigen Liebe der Gatten hinzu; es entspringt im Herzen dieser gegenseitigen Hingabe, deren Frucht und Erfüllung es ist. Darum lehrt die Kirche, die „auf der Seite des Lebens“ steht (FC 30), „daß jeder eheliche Akt von sich aus auf die Erzeugung menschlichen Lebens ausgerichtet bleiben muß“ (HV 11). „Diese vom kirchlichen Lehramt oft dargelegte Lehre gründet in einer von Gott bestimmten unlösbaren Verknüpfung der beiden Bedeutungen – liebende Vereinigung und Fortpflanzung –‚ die beide dem ehelichen Akt innewohnen“ (HV 12)(3)

http://stjosef.at/kkk/update/KKK/KKK%202331-2400.pdf

Gruß Hubert

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